Zweiter schwerer Coronafall im Projekt in Tiflis


Eine Projektmutter mit 3 Kindern (Ehemann verstorben, die gebrechliche Großmutter lebt noch im Haus) hatte letzte Woche Fieber und eine Erkältung. Vor einigen Tagen kam noch eine schwere Coronaerkrankung hinzu.


Die Familie ist eingemietet in einer Notunterkunft und lebte von dem Geld, das die Mutter als Reinigungskraft verdiente und der Hilfen durch die Patenschaften (2 Kinder fanden Paten im Projekt). In Georgien gibt es kein Krankengeld, keine Lohnfortzahlung, keine Arbeitslosenhilfe und keine Sozialhilfe wie z.B. in Deutschland. Man steht ohne Arbeit „alleine“ da.


Die Frau musste umgehend auf die Intensivstation und wird dort 24 Stunden/Tag beatmet. Die Lungen haben noch 62% Kapazität. Unsere Freundin ist noch bei Bewusstsein, die Situation ist aber kritisch. Bei den Kindern und bei der Oma wurde auch Corona festgestellt, sie sind aber bislang weitgehend symptomlos. Alle wurden unter Quarantäne gestellt. Dies ist der zweite schwere Coronafall in einer Projektfamilie in Tiflis.


Wir unterstützen die Kinder jetzt mit Lebensmitteln, haben die Miete übernommen, helfen der kranken Großmutter und hoffen mit den Kindern und der Oma zusammen, dass die Mutter bald wieder gesund ist und nachhause kann.