Mit Wohnraum helfen

Mit Wohnraum helfen

Vorwort/Information:

Wir haben in den ersten 3-4 Wochen des Krieges einige Wohnungen in Deutschland an Kriegsflüchtlinge vermittelt.

Mittlerweile sind sehr viele Flüchtlinge bei den Komunen in Deutschland angekommen und sind dort in Notquartieren.

Wenn Sie mit Wohnraum helfen möchten oder Wohnraum suchen, wenden Sie sich bitte an Ihre Kommune oder offizielle Einrichtungen, die Wohnungen vermitteln. Eine Hilfe über das Internet (Facebook, etc.) empfehlen wir nur bedingt, da nicht immer nachvollziehbar ist, ob es sich wirklich um Flüchtlinge handelt, bzw. auch nicht nachvollziehbar ist, wer evtl. die kostenfreie Wohnung anbietet.

Generell hierzu noch einige Tipps zum Nachdenken:
-Besteht die Wohnung aus mindestens 1 Zimmer, 1 Bad/Wc/kochgelebenheit zur Alleinnutzung oder ist es 1 Zimmer und die gemeinsame Nutzung von Bad/Wc/Küche. Möchte ich wirklich meine Wohznung auf unbestimmte Zeit mit jemand teilen?
-Bei mehr als 2 Personen, reichen dann die vorhanden Zimmer aus?
-Ist die Wohnung ausreichend möbeliert und in brauchbaren Zustand oder stehe ich jetzt evtl. vor Kosten oder Fragen, die ich alleine und durch Freunde nicht bewältigen kann?
-Was geschieht, wenn ich mit dem Vermieter/den Personen die ich aufgenommen habe, nicht auskomme? Wohin kann ich mich wenden, wie geht es dann weiter?
-Was geschieht, wenn der Krieg länger dauert und die Flüchtlinge oder die Gemeinde nicht sonderlich helfen können, beim Finden einer anderen Unterkunft? Habe ich darüber auch mit der zuständigen Sozialbehörde gesprochen, mich beraten lassen oder kann ich die Wohnung auch langfristig stellen (evtl. gegen Miete und wird das Sozialamt die Miete übernehmen oder haben die Flüchtlinge die Chance auf einen Arbeitsplatz oder noch ausreichend Geld)?
-Habe ich evtl. die Zeit meine Gäste zu betreuen oder gibt es jemand, der helfen kann bei Papieren und sonstigen Dingen oder bin ich ggf. überfordert mit diesen Fragen. Können mir die Behörden in meiner Region helfen?
-Habe ich einen Übersetzer zur Hand, falls die Gäste und ich über keinen halbwegs einheitlichen Sprachschlüssel verfügen?

Die Hilfe ist immer gut, aber Sie muss erfahrungsgemäß auch durchdacht sein und nicht nur auf Emotionen beruhen. Was auf Emotionen beruht führt oft zu einem rauhen Erwachen, wen die Emotionen abflachen. Durchdacht, laufen Dinge in der Regel nicht nur besser sondern auch gut!

Nachdem -wie eingangs erwähnt- bereits viele Flüchtlinge in Massenunterkünften angekommen sind, vermitteln wir generell keine Flüchtlinge mehr, bzw. empfehlen mit den Kommunen Kontakt aufzunehmen.

Wir haben aktuell noch 2 Wohnungen in Reserve, die wir Flüchtlingen in besonderen Notlagen anbieten (1 x für 2 Personen, 1 x für 3 Personen im Raum der Westpfalz; Zweibrücken/Landstuhl). Weitere Infos via: post@dhs-kinderhilfe.de.