Oft gestellte Fragen zu unseren Patenschaften

  1. Wer sind die Kinder und Jugendlichen in den Projekten?
    Wir unterstützen Kinder aus Familien, die ohne fremde Hilfe kaum eine Chance haben an einem sinnvollen Schulbesuch teilzunehmen. Ebenso untersützten wir die Famlien mit regelmäßigen Nothilfen, was verhindern soll, dass Kinder zur FeldarbeitArbeit geschickt werden. Die Regel ist klar, wir helfen der gesamten Familie, dafür können die Kinder zur Schule gehen und die Kinder werden nicht weggeben an staatliche Heime. Die Frage ist nicht: “was mache ich morgen”, sondern “wie werde ich heute satt?”. Die Frage ist oft: “schneide ich nochmals etwas von meinem Schuh ab, weil die Zehen rauswachsen oder wo kann ich passende Schuhe finden?”. Es gibt auch keine Krankenkassen oder Sozialhilfe (Hartz IV) wie z.B. in Deutschland und generell kann man sagen, daß viele Menschen erst gar nicht zum Arzt gehen, weil sie das Geld für den Arzt oder Medikamente nicht haben. Wer “unten” ist bleibt oft über Generationen chancenlos Die Spirale der Armut dreht sich von Generation zu Generation. Durch Patenschaften und regelmäßige Nothilfen kann man das ändern. Dafür brauchen wir aber auch Patinnen und Paten, dafür brauchen wir Sie auf unserer Seite!
  2. Ist die DHS unabhängig oder gehört sie zu jemand mit eigenen Interessen? Die DHS erhält keine kirchlichen oder staatlichen Mittel, hinter uns steht auch keine Firma. Wir arbeiten humanitär in der Entwicklungshilfe, dort wo Hilfe gebraucht wird und die Presse kaum hinschaut. Die Hilfe ist effektiv und erfolgt direkt in die Hände der Kinder, Jugendlichen und der Familien. Unser Team besteht aus 8 hauptamtlichen Mitarbeiter/innen, rund 50 ehrenamtlichen und qualifizierten Helfer/innen, wie ca. 700 Patinnen/Paten, Spender/innen und Mitglieder. Dieses Team ist die DHS und die Leistungen dieses Teams sind unsere Projekte.
  3. Ist die DHS anerkannt und seit wann gibt es die DHS?
    Ja, die DHS ist vom Finanzamt anerkannt (mildtätig und gemeinnützig) und steht unter staatlicher Aufsicht. Die DHS ist eine anerkannte Hilfsorganisation. Patenschaftsbeiträge und Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Die DHS gibt es seit 1991 (1991 bis 1994 als Verein, seit 1994 als Stiftung).
  4. Was bewirkt meine Patenschaft?
    Es gibt regelmäßige Schulhilfen (Bücher, Schulmaterial), es gibt kostenfreie Bücher zum Lesen in unserer Projektbibliothek (Wissen, Abenteuer, etc.), es gibt kostenfreie Sprach- und Nachhilfekurse, es gibt regelmäßig Lebensmittel- und Hygienematerial für die Familie/das Umfeld des Kindes, wir organisieren Spiel- und Spaß in den Projekten, es gibt gemeinsame Geburstags- und Weihnachtsfeiern in den Projekten, es gibt Ausflüge und wir bieten eine Sozialberatung für die Kinder und Familien an, für ältere Projektjugendliche bieten wir Praktika an, wir helfen soweit finanzierbar im medizinischen Bereich und bringen auch ehrenamtliche Ärzte in die Projekte vor Ort. Wir helfen beim Berufsstart und wir helfen wenn es zum Studium geht. Unsere Projektländer sind Georgien, Mexiko und Philippinen.
  5. Wie erfahre ich was gemacht wird, was bekomme ich?
    -Sie erhalten ca. alle 4 Monate Informationen zur Projektarbeit der DHS (E-Mail oder Printpost).
    -Patinnen/Paten, Fördermitglieder und Spender/innen erhalten den jährlichen Rechenschaftsbericht der DHS kostenlos.
    -Sie erhalten Ihre Jahresspendenquittung im Januar/Februar des Folgejahres (auf Wunsch auch früher).
    -Wir sammeln 2-3 mal im Jahr Post bei den Patenkindern ein. Diese Postabgabe ist natürlich freiwillig. Im Durchschnitt beteiligen sich rund 95% der Patenkinder an den Aktionen.
    -Sie können Ihrem Patenkind schreiben.
    -Wer die Patenschaft seit mindestens einem Jahr hat kann ein Projekt, bzw. sein Patenkind besuchen. Obligatorisch: ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis muss vorlegen und der Termin muss mindestens 2 Monate vorher abgesprochen werden. Weitere Infos gibt es in unserem Büro.
    -Wer bereits länger eine Patenschaft hat, erhält auf Wunsch eine Patenurkunde (Firma, Verein, privat aufhängen).
    -Patinnen und Paten können am jährlichen Treffen der ehrenamtlichen Helfer/innen teilnehmen.
  6. Wann beginnt meine Patenschaft?
    Im Monat nach dem Abschluss der Patenschaft. Lastschriften werden in der Regel zwischen dem 2ten und 7ten Tag im Monat abgebucht. Wer selbst überweist den bitten wir den Betrag so zu überweisen, dass er spätestens am 07. Tag im Monat auf unserem Konto eingeht.
  7. Gibt es Massenpatenschaften?
    Nein. Generell werden 1-2 Patenschaften pro Kind benötigt, in wenigen Fällen 3 Patenschaften. Wer möchte kann auch eine Patenschaft für ein Kind komplett übernehmen. Einfach in unserem Büro nachfragen.
  8. Kann ich meinem Patenkind einen Brief schreiben?
    Ja, natürlich. Sie schicken uns Ihren Brief per E-Mail, wir übersetzen den Brief kostenfrei für Sie und leiten ihn ins Projekt weiter, wo er Ihrem Patenkind kostenfrei zugestellt wird. Wenn Sie keinen Computer haben, ist das kein Problem. Schicken Sie uns einen Brief mit der Post. Wir scannen den Brief, übersetzen ihn und leiten den Scan und die Übersetzung ins Projekt weiter, wo er Ihrem Patenkind übergeben wird. Ca. 40% der Patinnen und Paten schreiben den Patenkindern, ca. 60% schreiben nicht. Wichtig: Briefe dürfen die folgende Größe nicht überschreiten: 2 DIN A 4 Seiten, Mindestgröße Arial 12. Es können auch Fotos beigelegt werden. Wenn Sie etwas an unser Büro schicken, bitte nur den Brief schicken und ggf. Fotos. Schicken Sie bitte keine Geschenke, auch keine Kugelschreiber, etc. Wir können die Kugelschreiber nicht scannen und ins Projekt schicken. Ein Postversand ist zu teuer. Wir nehmen nur Briefe und Fotos an. Insgesamt dürfen pro Brief maximal 3 Fotos vorhanden sein und der Brief (inklusive Fotos) darf die Größe von 15 MB nicht überschreiten. Das reicht in 99% aller Fälle aus. Pro Jahr sind 3 Briefe kostenfrei möglich. Sollte jemand mehr schreiben, wird es kostenpflichtig (Übersetzen, Weiterleiten). Kommt Post von Ihrem Patenkind, wird die kostenfrei übersetzt und zu Ihnen weitergeleitet. Patenkinder können so viel schreiben wie sie möchten, das ist kostenfrei. Weitere Infos können im Büro erfragt werden. Briefe werden in der Regel innerhalb von maximal 3-4 Wochen übersetzt und zugestellt.
  9. Kann ich meinem Patenkind ein Geschenk schicken?
    ja, hier gibt es 3 Möglichkeiten:
    A) Sie nutzen unseren Spendenshop. Sie bestellen etwas für Ihr Patenkind im Spendenshop. Das Projekt prüft was wirklich gebraucht wird. Wir schicken das Geld ins Projekt. Das Projekt kauft mit Ihrem Patenkind ein, macht ein Foto von der Übergabe und das wird Ihnen zugeschickt. Wir verdienen daran nichts. Wir stellen nur die realen Kosten in Rechnung. Das ist in der Regel deutlich preiswerter als ein Paket aus z.B. Deutschland in ein Projektland zu schicken. Die Postpreise sind sehr hoch. Deshalb wurde der Spendenshop in Absprache und auf Wunsch von Patinnen/Paten eingerichtet. Den Spendenshop finden Sie hier auf unserer Homepage.
    B) Sie schicken selbst ein Paket ins Projekt. Die Adresse können Sie in unserem Büro erfragen. Hiervon raten wir aber ab. Das hat mehrere Gründe, wie z.B.: Post kann über 1-2 Monate unterwegs sein und alle 3-4 Tage wird nachgefragt, ob das Paket schon da ist. Post kommt nicht oder nur halb an, Post wird beim Zoll angehalten und jemand muss die Post kostenpflichtig abholen (Transportkosten, Personalkosten, Miete fürs Einlagern beim Zoll, evtl. auch Bearbeitungsgebühren obwohl schon alle Postgebühren z.B.  in Deutschland bezahlt wurden). Sollten jemand ein Paket schicken, geschieht dies auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten. Sollten durch den Paketversand Kosten enstehen, stellen wir diese dem Absender in Rechnung und belasten nicht die Projektkasse (die ohnehin jeden Cent braucht) damit. Dies gilt als ausdrücklich vereinbart, wenn jemand selbst etwas schicken möchte. Für die z.B. 50 Euro Porto für ein Paket ins Projekt (und da ist noch nichts drin) kann man im Projekt schon viel kaufen.
    C) Sie besuchen das Projekt und bringen ein Geschenk mit (ab einem Jahr Patenschaft möglich).
  10. Wie ist das mit dem Kinderschutz?
    Die DHS hat eigene Kinderschutzbeauftragte und die DHS ist natürlich an die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland und in den Projektländern gebunden. Patenpost darf z.B. keine persönlichen Adressen, E-Mailangaben, etc. enthalten. Ebenso wird die Post im Rahmen des Kinderschutzes von den Übersetzern überprüft. Sexisitische-, rassistische- wie diskriminierende Äußerungen führen zu einer Kündigung der Patenschaft von Seiten der DHS. Ebenso werden Postpakete vor einer Weitergabe an die Patenkinder auf deren Inhalt überprüft. Für Projektbesuche gilt: Die Patenschaft sollte seit mindestens 12 Monaten bestehen, es  muss ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorliegen und bei Besuchen im Projekt sind immer Mitarbeiter/innen der DHS anwesend oder Mitarbeiter/innen des Jugendamtes. Man kann mit den Kindern und Jugendlichen nicht alleine sein und nicht alleine mit ihnen weg gehen. Auch ein Besuch in der Privatwohnung (Adresse) kann beim ersten Besuch im Projekt nicht erfolgen. Stimmt die Patenfamilie zu, kann dies aber beim zweiten Besuch erfolgen. Wichtig: Wer in der DHS nicht seit mindestens 1 Jahr als aktive/r Helfer/in bekannt ist und die entsprechenden Lehrgänge, Prüfungen und Papiere (Führungszeugnis) erlangt hat, kann Kinder- und Jugendliche auch nicht ehrenamtlich betreuen. In Fragen des Kinder- und Jugendschutzes arbeiten wir mit den Behörden zusammen. Wichtig: Bilder/Filme der Patenkinder, Briefe, evtl. Noten, etc. dürfen nur privat genutzt werden -soweit die Patenkinder das zur Verfügung stellen- und unterliegen dem Datenschutz. Insbesondere eine Veröffentlichung in den sozialen Netzwerken (Facebook und Co.) ist nicht erlaubt und kann datenschutzrechtliche Konsequenzen (hohe Geldstrafen bis zu Haftstrafen; Verletzung der Persönlichkeitsrechte, etc.) nach sich ziehen.
  11. Wann endet eine Patenschaft?
    Eine Patenschaft endet in folgenden Fällen:
    A) Eine Patin/ein Pate kann zu jeder Zeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Die Kündigung wird zum Ende des Folgemonats gültig, in dem sie einging.
    B) Mit der Kündigung durch das Patenkind/dessen Erziehungsberechtigten.
    C) Die DHS löst Patenschaften auf oder empfiehlt die Übernahme einer Patenschaft für ein anderes Kind, wenn sich die Lebenssituation des Patenkindes deutlich verbessert hat oder das Kind/seine Familie aus dem Projekt weg ziehen.
    D) Die DHS löst Patenschaften auf, wenn Projektvorgaben ständig oder sehr stark verletzt werden, wie wenn Sicherheitsstandards nicht mehr ausreichend gegeben sind.
    E) Wenn ein Projekt aufgelöst wird, endet auch die Patenschaft.
  12. Was geschieht, wenn eine Patenschaft beendet ist?
    Mit dem Ende der Patenschaft endet auch der Betreuungsservice der DHS.