Georgien im Kaukasus

Georgien, ein Land zwischen Herzlichkeit, Armut und schweren sozialen Problemen.
Unser “Rosa-Wagner-Projekt”, aktiv seit 2008

Georgien bildet eine Schnittstelle zwischen Asien und Europa. Es liegt zwischen Russland, Aserbaidschan, Armenien und der Türkei. Ein Großteil des Landes besteht aus Bergdörfern. Das Land hat hart für seine Unabhängigkeit gekämpft und wurde seit Anfang der 90er Jahre immer wieder mit Not, Hunger, Unsicherheit, Tod und Kriegen heimgesucht. Heute sind noch immer Teile Georgiens durch Russland besetzt und es finden immer noch Grenz- und Menschenrechtsverletzungen an der georgisch-russischen Grenze statt. Georgien ist über den Landweg relativ schwer zu erreichen und die Anbindungen ans Schwarze Meer führen auch nicht zu Industrienationen, was die Wirtschaft nicht wirklich fördert. Was bleibt sind Flugverbindungen, die nur bedingt tauglich sind für eine wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Was Georgien anbieten kann, sind der Weinanbau und der Tourismus. Gerade die zart entwickelte Pflanze des Tourismus wird aktuell durch das “Corona Virus” stark geschädigt.

Das durchschnittliche Einkommen im Land liegt zwischen ca. 250 bis 500 Euro. Von diesem Geld wird die Miete bezahlt, das Essen, der tägliche Bedarf, wie alles was man braucht. Es bedarf nicht viel Phantasie, um zu verstehen, dass dieses Geld nicht reicht um gut zu leben. Wenn man dann noch bedenkt, dass oft noch weitere 2-3 Familienmitglieder von dem Geld leben müssen, dann versteht man auch, dass viele Familien ihren Kindern keine gute Ausbildung bieten können. HInzu kommt, dass viele Eltern selbst keine gute Ausbildung haben. Es entwickelt ich eine Spirale der Armut, von Generation zu Generation. Gefördert werden die Probleme durch eine starke Orientierungslosigkeit bei vielen Eltern, aber auch in jüngeren Generationen. Was gestern gültig war im alten politischen System, gilt heute nicht mehr und was neu ist, das kennt man noch nicht. Man sieht zwar den Reichtum im Ausland, sieht einige Leute mit Geld im eigenen Land, aber selbst lebt man in tiefer Armut und kann oft seinen Kindern keine Zukunft bieten. Graue Hoffnungslosigkeit ist oft die Realität hinter einem freundlichen Lächeln.

Eine Krankenversicherung wie in Deutschland gibt es nicht, eine Arbeitslosenversicherung wie in Deutschland gibt es auch nicht. Es gibt eine Sozialhilfe, die allerdings recht gering ist und in der Kritik steht, dass sie zum Leben kaum reicht, aber dazu beiträgt, dass viele Menschen erst gar nicht versuchen eine Arbeit anzunehmen. Besteht eine Famlie aus 4 Personen und bekommt zum Beispiel 5 x 20 Euro Sozialhilfe, macht es für einen ungelernten oft keinen Sinn eine Arbeit anzunehmen. Will eines der Kinder dann eine Arbeit aufnehmen, auch wenn es nur 80 Euro verdient, dann verlieren auch alle anderen die Sozialhilfe. Es gibt auch viele Fälle, da haben Menschen mit einer einfachen Arbeit weniger Geld und Privillegien, als eine Familie mit Sozialunterstützung. Hier sind dringend politische Reformen nötig. Die Rente ist für alle gleich (egal was man verdient hat oder wie lange) und liegt ungefähr auf der Höhe der Sozialhilfe. Das führt dazu, dass viele ältere Menschen im Winter nicht heizen, sich kaum Medikamente leisten können und das Alter oft mit Hunger und Leid verbunden ist. Abgesehen davon sind viele Wohnungen oft schwer zugänglich, klein und oftmals in schlechtem Zustand.

Durch unsere Kinderpatenschaften versuchen wir in erster Linie Kindern- und Jugendlichen zu einem sinnvollen Schulbesuch zu ermöglichen, wie weitere Lern- und Ausbildungshilfen zur Verfügung zu stellen. Das Projekt hilft  insbesondere Mädchen ich leichter zu entwickeln. 

Darüber hinaus helfen die Patenschaften durch die regelmäßige Ausgabe von Lebensmitteln- und Hygienematerial der ganzen Familie. Soweit finanziell machbar helfen die Patenschaften auch bei schweren medizinischen Problemen (Arzt, Medikamente).

Hilfe die ankommt und Sinn macht, werden Sie jetzt DHS-Kinderpate in Georgien. Es gibt lange Wartelisten von Kinder- und Jugendlichen, die Ihre Hilfe brauchen.