Update zur Ukrainehilfe

letzte Woche brachten wir unseren 4ten Hilfstransport, seit Februar 22, auf den Weg in die Ukraine.

Der Lkw wurde in Ramstein/Kindsbach geladen und fuhr von dort direkt nach Riwne/Ukraine.

An Bord war eine Medikamentenspende aus Baden-Württemberg mit einem Verkaufswert von über 1 Million Euro (Herstellerpreis ca. 350.000 €). Die größte Sachspende, die wir seit 2005 erhielten. Zusätzlich waren Lebensmittel, Hygienematerial, Babysachen und ein gebrauchtes Notstromgerät geladen. Der Wert dieser Hilfsgüter schätzten wir auf ca. 15.000 Euro. Diese Hilfsgüter wurden von unseren Freunden in Bad Grund, wie von unseren Freunden in Ramstein gesammelt. Die HIlfsgüter in den ersten 3 Transporten (3 x ca. 2,5 Tonnen Lebensmittel, Hygienematerial) schätzen wir auf einen Sachspendenwert von rund 40.000 Euro. Hier wurde sehr sehr viel geleistet und das professionell aber doch ehrenamtlich. Es war und ist eine super und wirklich „wahnsinnig starke Leistung“. Für diese Leistung stehen stellvertretend Namen wie: Mariam Egadze, Eka Datashvili, Marie Sand, Veronika Höber, Uwe Sommermeyer, Ralf Hechler, Marcus Klein, Florian Bilic, Sascha Bonenberger und Philip Sommermeyer.

Der Lkw kam gestern in Riwne an und wurde von der Stadtverwaltung und einem Hilfsverein (Vereinigung der Wohnblockbewohner der Stadt Riwne) entgegengenommen. Riwne hat rund 250.000 Einwohner und man rechnet zusätzlich mit ca. 50.000 Flüchtlingen in der Stadt.

Zur Zeit fahren auch einige Helfer/innen nach Riwne, wo sie die Verteilung der Medikamente auf die verschiedenen Krankenhäuser dokumentieren werden. Ebenso wird die Verteilung der Lebensmittel in den Wohnblocks dokumentiert. Es werden noch Hilfen für behinderte Kinder gekauft, die aus Kiew evakuiert wurden.

Wir sondieren im Moment, ob der Aufbau eines Patenschaftsprojektes möglich ist. Hier sind Gespräche mit der Stadtverwaltung und HIlfsorganisationen/Heimen geplant. Es ist also viel zu tun vor Ort.

Zum Abschluss der Fahrt ist ein Zoom Meeting geplant, an dem der Bürgermeister von Riwne teilnehmen wird, der stv. Bürgermeister, ein Arzt, die Spenderfirma der Medikamente, wie unsere Sammelgruppen Ramstein (vertreten durch Ralf Hechler) und unsere Sammelgruppe Bad Grund/DHS-Freundeskreis, vertreten durch Uwe und Philip Sommermeyer.

Die jetzige Fahrt unserer Helfer/innen ist nicht ganz ungefährlich, die Luftangriffe auf Riwne nahmen seit gestern merklich zu. Sollte sich die Gefahrenlage deutlich ändern, werden wir auch unser Programm ändern.

Die Not ist groß und wird nicht kleiner. Vor allem fehlt es mehr und mehr an Lebensmitteln und Medikamenten.

Deshalb werden wir vorerst weiter Hilfsgüter sammeln Die Organisation der Transporte ändern wir aber ab. Es werden bestimmte Hilfsgüter gesammelt (sonst nichts). Das vereinfacht die Arbeit mit Paletten und die Abfertigung am Zoll. Was wir sammeln sind:
-Babynahrung und Windeln.
-Linseneintopf in Dosen.
-Erbsensuppe in Dosen.
-Pichelsteiner in Dosen.
-Graupensuppe in Dosen.
-Ravioli in Dosen.
-Mexikanischer Feuerzauber/serbische Bohnensuppe in Dosen.
-Gulaschdosen.
-Fischkonserven in Dosen.
-Wurst und Fleischkonserven in Dosen.
-Brettspiele für die Zeit im Keller während des Luftalarms. Backgammon, Skat, Schach, etc.
-Kerzen für nachts, wenn es keinen Strom gibt.
-20 neuwertige oder saubere brauchbare Matratzen 200  x 90, für ein Heim.
-Süßigkeiten, Bonbons, Schokolade.
-Saubere nicht kaputte Kuscheltiere bis ca. 50 x 20 x 20 cm groß.
Anmerkung: Lebensmittel müssen noch mindestens 3 Monate haltbar sein, sonst kann es Probleme am Zoll geben.

Wichtig ist, dass wer etwas spenden möchte oder auch sammeln möchte, sich vorher (vorher) mit uns in Verbindung setzt, damit wir alles logistisch vorbereiten können. Das geht einfach, eine Mail an post@dhs-kinderhilfe.de. Ich/wir möchten folgendes sammeln in folgenden Mengen. Das war es schon.

Wir schreiben dann zurück und geben eine Abnahme- und Transportfreigabe. So bleibt sichergestellt, dass wirklich das kommt was gebraucht wird und wir auch die nötigen Helfer/innen einteilen können für die Annahme und Umverteilung auf Paletten. Ebenso soll alles innerhalb von 2 bis 3 Wochen in die Ukraine gelangen. Das geht nur, wenn wir alles entsprechend vorbereiten und wissen, was wann angeliefert wird. Viele Helfer/innen gaben schon ihren Jahresurlaub für die Ukrainehilfe und wir müssen jetzt auch mit der Helferzeit in Deutschland „geplanter“ umgehen.

Anliefern kann man -nach Absprache- in 66482 Zweibrücken. Im DHS-Haus.
Evtl. kommen noch weitere Stellen hinzu, aber im Moment ist nur diese aktiv.
Wir berichten weiter, sobald unser Team aus der Ukraine zurück ist.

In unseren Projekten, Georgien, Mexiko, Philippinen findet jetzt die Grundversorgung statt für diesen Monat. Nach wie vor behindert -vor allem auf den Philippinen, die Corona-Gesetzgebung das normale Leben massiv. In Mexiko ist Corona eigentlich kein Thema mehr und man kann auch ohne PCR Test und ohne Impfung ein- und ausreisen. In Georgien braucht man noch einen PCR Test zur Einreise, falls man nicht geimpft ist.

Anfang Juni finden in Georgien die Projekttage statt. In Mexiko sind sie für Ende August geplant. Auf den Philippinen ist das aktuell noch nicht möglich.

Das war es schon für heute. Wenn Sie noch etwas tun möchten und können, für die Ukraine oder auch Hersteller von Medikamenten/Lebensmitteln kennen, wir sind für jede Hilfe/Vermittlung dankbar und jede Hilfe wird sehr gebraucht.

Wir wünschen Ihnen noch einen angenehmen Restsonntag und verbleiben

Ihr

DHS-Team