Weihnachtsinfo für Patinnen und Paten, Mitglieder und Helfer/innen

Liebe Freunde,

Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Hektik, die normalweise in der Vorweihnachtszeit herrscht, wurde durch die Corona-Situation -zumindest bei vielen Menschen- reduziert. Dafür wurden viele Menschen in Kurzarbeit geschickt, verloren viele Menschen ihre Arbeit und fürchten viele Menschen um ihre Existenz und sehen sich massiven Problemen gegenüber.

In den „ärmeren Ländern“ sieht es im Durchschnitt deutlich schlimmer aus. Dort, wo es ohnehin schon schwer war zu leben und es keine sozialen Sicherungssysteme gab, wurden die Probleme noch größer. Die Leuten verloren ihre Arbeit und es gab keine sozialen Sicherungssysteme. Dafür wurden sie teilweise in ihren Hütten (Philippinen und Mexiko) oder in Hochhäusern und maroden Wohnungen (Georgien) eingesperrt. Die Inflation steigt, die Einkommen brechen weg. Es wurde überall schwerer, aber auf den Philippinen wurde es für viele Familien die Hölle. Eingesperrt bei 40 Grad unter Wellblechdächern oder hinter Folien, dazu kam noch ein Taifun der auch mehrere Patenfamilien obdachlos machte.

Für mehrere 100 Millionen Kinder in ärmeren Ländern fiel der Unterricht komplett aus. In Georgien gibt es Fernunterricht per Internet, was aber mit dem Handy schwierig ist. Auf den Philippinen hat man nicht mal Internet in den Slums und in Mexiko, fehlt das Internet für Fernunterrichte.  

Die Lage ist teilweise katastrophal und oftmals stellt sich die Frage: Schadet Corona den Menschen mehr oder die Anti-Corona-Maßnahmen? Gezielte Gegenmaßnahmen gibt es wenig, dafür aber viele pauschalen Maßnahmen.

Wir konnten mit viel Mühe unsere regelmäßigen Verteilung von Lebensmitteln und Hygienematerial aufrecht halten. Wir konnten in Georgien Online Unterrichte durchführen und wir konnten Nothilfen durchführen. Es war ein sehr großer Kraftakt, dies alles aufrecht zu halten, und hier bedanke ich mich insbesondere bei Frau Eka Datashvili, Herrn Erekle Gaprindashvili, wie Frau Lesley Hilao und Frau Cristina Celis. Sie trugen die Hauptlast der Arbeit und waren oft abends, an Wochenenden und an Feiertagen aktiv und das auch ohne Bezahlung oder Freizeitausgleich. Tolle Arbeit und gute Leute! Wir sind stolz darauf, dass wir sie haben.  

Weitere wichtige Punkte:

-Die Verteilungen laufen in allen Projektländern weiter und werden aktuell verstärkt.

-Auf den Philippinen konnten wir in den letzten Wochen einige Slumhütten, die vom Taifun zerstört waren, dank der Spenden vom letzten Spendenaufruf, wieder aufbauen. Aktuell arbeitet Lesley mit ihrem Team auch an der Ausbesserung weiterer Slumhütten.

-In allen 3 Projektgebieten haben wir bereits eine starke Inflation, teilweise bis zu 20% (Februar 20 bis Dezember 20). Dafür fallen Gehälter weg oder bleiben -wenn man noch Arbeit hat- gleich oder werden gekürzt.

-Der Spendenshop funktioniert, aber eingeschränkt. Aufgrund der Corona-Regeln müssen wir den Spendenshop ca. alle 2 Wochen an die Gesetze der Länder anpassen. Wichtig: Für Georgien werden Bestellungen bis zum 25.12. angenommen, dort ist Weihnachten erst am 07.01. (orthod. Kalender). Für Mexiko und die Philippinen ist die letzte Annahme am 21.12. Was danach kommt, kann erst im Januar ausgeführt werden. Bitte nutzen Sie NUR den Spendenshop. Das geht schnell und läuft über die Software direkt in die Projekte. Mails über die ohnehin überlastete Verwaltung dauern länger. Zum Spendenshop geht es hier.

-Wenn Sie etwas über Amazon bestellen, können Sie dort eine Hilfsorganisation (über das ganze Jahr, nicht nur zu Weihnachten) auswählen. Wenn Sie unsere Deutsche Humanitäre Stiftung wählen, bekommen wir ca. 0,5 % bei einigen Artikeln von Amazon als Spende. Es kostet Sie nicht mehr, aber Amazon spendet das dann. Einfach mal nachsehen und wenn Sie möchten, wählen Sie uns aus. Jeder Cent ist willkommen.

-Unser Jahresbericht 2019, der normal im Oktober verschickt werden sollte, wurde aufgrund der Corona-Probleme erst im November fertig. Wir warteten auf die Patenpost aus Mexiko, Georgien und Philippinen, um ihn zu verschicken. Leider kam die Patenpost aus Mexiko und den Philippinen erst diese Woche an, die Post Georgien fehlt immer noch. Eka und Erekle übersetzen bereits mit Hochdruck und wir hoffen wir bekommen die Post noch vor Jahresende, im schlimmsten Fall in den ersten beiden Januarwoche raus. Die Verzögerung tut uns leid: Wir tun, was wir können, aber auf die Post haben wir keinen Einfluss.

Mithelfen im DHS-Haus. Wir würden uns während der Spitzenzeiten über ehrenamtliche Hilfen im DHS-Haus (Übersetzungen Englisch-Deutsch und Bürohilfe) freuen. Wer vor allem in der Vorweihnachtszeit, Vorosterzeit oder im Herbst Zeit hat, notieren Sie sich das doch bitte und melden Sie sich einfach unverbindlich: post@dhs-kinderhilfe.de oder (+49) 0 6337/ 20 99 132.

Wenn Sie oder Ihre Freunde noch etwas spenden wollen für Weihnachten, denken Sie bitte an unsere Projekte. Wir können auch eine Spende Zweckgebunden verwenden. Z.B. zum Aufbau einer Hütte (ca. 500 Euro) oder zum Kauf von mehr Lebensmitteln für ein Slumgebiet, um einen Online Kurs zu unterstützen oder auch einfach um alleinstehende alten Menschen zu helfen, die ohne Heizung in einer verschimmelten Wohnung in Tiflis hungern. Wir haben in jedem Projekt Helfer/innen vor Ort und können schnell reagieren, wenn etwas finanziert werden kann. Es gibt viele Patenkinder auf den Wartelisten, aber auch viele Familien in Not und auch alte Menschen, die sich über eine Hilfe freuen und wo die Hilfe viel Sinn macht. In diesen Ländern gibt es keine Sozialhilfe wie in Westeuropa und auch keine medizinische Versorgung wie in Westeuropa. Wer nichts hat, hungert. So einfach ist das oft. Und die Lebenserwartung ist ohnehin kürzer als bei uns und die Lebensqualität geringer.

Jetzt bedanke ich mich im Namen unserer Projektkinder und Projektjugendlichen, im Namen der Menschen, die Hilfe bekamen, im Namen unserer ehrenamtlichen Freunde und Mitarbeiter/innen, wie im Namen der DHS für Ihre Unterstützung und Hilfe und ich hoffe von Herzen, dass das Jahr 2021 besser wird, als es das Jahr 2020 mit all seinen Problemen war.

Wir konnten in 2020 -trotz allem- viel bewegen und das ist uns im Team gelungen und das war unser aller Verdienst. Patinnen und Paten, Spenderinnen und Spender, Helferinnen und Helfer, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wir alle waren das Team, das die DHS Familie ist und wir alle brachten die Leistungen, die vielen Kindern und Jugendlichen half und vielen Familien half durch eine schwere Zeit zu kommen.

Herzlichen Dank und vergelts Gott.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihr
DHS Team

Ps.: (nur für Mitglieder und Patinnen/Paten) Wenn Sie einen Mitglieds- oder Patenausweis möchten, oder an anderen Aktivitäten Interesse haben, schauen Sie sich doch bitte diesen LInk an: DHS-Mitmach-Link